"Die Höhle der Löwen": Wimpern für Williams, Korb für Kofler

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"Die Höhle der Löwen": Wimpern für Williams, Korb für Kofler

Stars (2 / 1) 26.03.2021 00:33 / Angela Symbolbild TVNOW / Bernd-Michael Maurer


Dachdeckermeister Udo hat einen schweren Leitersturz hinter sich und weiß, dass sich laut Statistik ca. 180.000 dieser Unfälle pro Jahr ereignen. "LeiKoSi" soll Abhilfe schaffen. Bei seiner Erfindung handelt es sich um eine Leiterkopfsicherung, die man beispielsweise in eine Dachrinne einhängen kann, um Stabilität zu gewinnen. 250.000 Euro benötigte er in der Show für zehn Prozent seiner Firmenanteile.

Ein Fall für Kaufhaus- und Baumarktkönig Dümmel? "Ich weiß nicht, ob ich es machen soll oder nicht, denn zum einen ist der Preis zu hoch und die Firmenbewertung stört mich auch." Kofler sah es ähnlich: "Ich habe die gleichen Bedenken wie Ralf. Aber ich möchte Sie nicht so da rauslassen. Allerdings benötige ich 30 Prozent für 250.000 Euro." Ein zu hungriger Löwe für Dachdeckermeister Udo: "Der Unterschied mit den Prozenten ist zu groß. 30 Prozent, das kann ich nicht machen." Kofler stieg demnach nicht ins Leiterbusiness ein und handelte sich stattdessen einen Korb ein.

Dümmel sagt "Ja"

Der nächste Gründer bewies seinen grünen Daumen. "Lazy Leaf" nennt sich die Erfindung von Ingenieur Georg und ist ein selbstgießender, elektronischer Blumentopf. Und so funktioniert's: Man stellt am integrierten Wassertank die notwendige tägliche Gießmenge ein und schon wird automatisch gegossen. Wenn der Tank leer ist, meldet sich "Lazy Leaf" mit einem Signal und erinnert daran, Wasser nachzuschütten. 150.000 Euro benötigte Georg für 20 Prozent der Firmenanteile. "Ich suche einen Löwen, mit dem ich Erfolgsgeschichte schreiben kann." Bisher hat er "Lazy Leaf" nur über Amazon verkauft.

Ralf Dümmel fackelte nicht lange: "Der Markt für Übertöpfe ist riesig. Ich hätte Bock das zu machen. Sie bekommen 150.000 für 20 Prozent." Auch Gründer Georg zögerte keinen Moment und schlug ein: "Ralf Dümmel war mein Wunschlöwe."

"Die Welt braucht das ..."

Musikalisch ging es weiter. Aleksey, Geiger und Dirigent, hat "Music Traveler" gegründet, eine Plattform, die Musiker mit einem Raum zum Musizieren verbindet. "Es ist die einzige Plattform, auf der man ganz einfach den perfekten Raum zum Kreativsein finden kann. Ob für Musikunterricht, Proben oder Aufnehmen. Wir haben auf unserer Plattform 500 Musik-Locations. Angefangen vom privaten Wohnzimmer bis hin zum Wiener Konzerthaus und das Kings Theatre in New York", zählte Dominik auf.

Zu den Gründern gehört auch die ehemalige Pianistin Julia Rhee. Das Team hat außerdem prominente Unterstützung von Hollywoods Star-Komponist und Oscar-Gewinner Hans Zimmer, Musiker Billy Joel und Schauspieler John Malkovich. 500.000 Euro erbat das Trio für zehn Prozent der Firmenanteile. Bisher haben sie rund 4.000 User und 30.000 Euro Umsatz.

Das Konzept war den Löwen auf Anhieb nicht so ganz klar. "Wie geht das?", wollte Ralf Dümmel wissen. "Ein Künstler kommt nach Köln, sucht eine Location zum Proben, findet diese über "Music Traveler", wurde der Löwe aufgeklärt. Dümmel überzeugte es nicht, ebenso wenig wie die restlichen Löwen. Trotz der prominenten Supporter ging "Music Traveler" leer aus. Jedoch kein Grund für das Gründertrio, Trübsal zu blasen: "Die Welt braucht das, deswegen machen wir weiter."