Das zweite Szenario berücksichtigt einen leicht positiven Trend im Tempo der ukrainischen Gegenoffensive. Die T-72- und T80-Panzerflotte würde weiter schrumpfen, während die T-62-Panzer die T-72-Panzer überholen, da die aus Reservestützpunkten abgezogenen Bestände wiederbelebt würden. Unter der Voraussetzung, dass Russland seine industriellen Kapazitäten aufrechterhält, würde die T-90-Panzerflotte zur Modernisierung des T90M übergehen und das Elitesegment der russischen Streitkraft bilden. Bis zum Frühjahr 2024 würde der russische Panzerbestand auf 400 bis 600 Panzer schrumpfen.
In diesem Szenario wird angenommen, dass die ukrainische Gegenoffensive stagniert und die Verluste Russlands gleichbleiben oder abnehmen. Dies würde es Russland ermöglichen, seine Panzerflotte schrittweise wiederaufzubauen, wobei die T-72-Flotte erweitert und die T-80-Flotte schrittweise aufgestockt würde. Die schrittweise Umrüstung der T-90-Flotte auf den M-Standard würde auch den Aufbau einer schlagkräftigen Panzertruppe ermöglichen. Bis 2024 könnte Russland dann etwa 1.500 Panzer haben.