Bisher war die Meinungsfreiheit in Dänemark weitreichend, wodurch solche Handlungen keine rechtlichen Folgen hatten. Dies soll sich jedoch ändern. Dänemark plant, die Verbrennung des Korans oder anderer heiliger Schriften mit einer Strafe von bis zu zwei Jahren Haft zu belegen. Die öffentliche Verbrennung des Korans, der Bibel oder der Tora soll künftig als strafbare Handlung gelten, wie Justizminister Peter Hummelgaard vor kurzem mitteilte. Damit reagiert die Regierung auf scharfe Proteste in muslimischen Ländern in den letzten Monaten, die auch zu Spannungen in der bilateralen Zusammenarbeit geführt haben. "Diese Handlungen sind verachtenswert und schaden der Sicherheit der dänischen Bevölkerung sowohl im In- als auch im Ausland", betonte Hummelgaard. Dabei gehe es nicht darum, was man denken oder sagen könne, sondern darum, zivile Wege des Ausdrucks zu wählen. Außenminister Lars Løkke Rasmussen hob hervor, dass dieser Schritt ein wichtiges Signal sei. Die Terrorgefahr im Land sei seit mehreren öffentlichen Koran-Verbrennungen im Sommer deutlich gestiegen.