Bisher lehnt die Türkei jede Alternative zum Getreidedeal ohne Russlands Beteiligung ab. Zuletzt gab es Gerüchte über einen Deal zwischen Russland, der Türkei und Katar. Die Türkei besteht darauf, dass die Interessen Russlands gewahrt werden und beruft sich auf ihre Vermittlerrolle im Schwarzen Meer. Eine reibungslose Abwicklung könne nur gewährleistet werden, wenn auch Russland involviert sei. Dies stößt in der Ukraine auf Kritik. Am vergangenen Samstag äußerte sich der Berater des ukrainischen Präsidenten, Mikhailo Podoljak, vehement gegenüber der Türkei. Er kritisierte das Bemühen der Türkei, mit Russland zu verhandeln. "So sollte man sich nicht verhalten“, sagte er laut der Nachrichtenagentur Unian und fügte hinzu: "Man kann nicht ständig behaupten, man wolle sich mit Putin absprechen.“ Schließlich habe Russland die Türkei, die als starkes Land am Schwarzen Meer gelte, gedemütigt - eindeutig eine Anspielung auf die Durchsuchung des türkischen Frachters Sükrü Okan. "Warum geht ihr überhaupt noch nach Sotschi, um mit Putin über die Verlängerung des Getreideabkommens zu sprechen?“, fragte Podoljak die türkische Regierung. Die Türkei dürfe sich auch nicht weiter von Russland demütigen lassen, verdeutlichte Podoljak.