Putin hat neue Söldner-Armee! Nach Prigoschins-Tod, nun schlägt die Stunde der Gazprom-Armee!

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Putin hat neue Söldner-Armee! Nach Prigoschins-Tod, nun schlägt die Stunde der Gazprom-Armee!

News (1 / 1) 18.07.2024 05:20 / Peter Symbolbild imago


Jetzt schlägt die Stunde einer neuen, Putin treuen, Söldner-Armee! Kremlführer Putin scheint seine beiden bedeutendsten Kontrahenten erfolgreich ausgeschaltet zu haben. Der Anführer der privaten Söldnertruppe "Wagner", Jewgeni Prigoschin, wird vermutlich nicht mehr am Leben sein – ebenso wie die Nummer zwei, Dmitri Utkin, nach dem die Privatarmee benannt ist. Die Söldner schwören Rache – aber sind sie dazu überhaupt noch in der Lage? Oder hat der Absturz des Privatjets am Mittwoch das Ende der Privatarmee besiegelt - und, ist das der Beginn des Aufstiegs der Gazprom-Armee?

Experten beurteilen die Lage nach dem Tod der Söldner-Chefs

"Ich denke, dass 'Wagner' diesen Schlag nicht überstehen wird", meint Russland-Experte Sergej Sumlenny gegenüber BILD. Prigoschin und Utkin seien "die Gründer und das Gesicht" der Organisation gewesen. Sumlenny vermutet jedoch auch: "Ihr dramatischer Tod war lediglich der sichtbare Schlusspunkt für 'Wagner', praktisch war die Organisation aber schon seit Monaten am Ende." Der Russland-Experte Carlo Masala betrachtet Prigoschins Ermordung als Teil einer breiteren Abrechnung gegen alle Hardliner im russischen Kriegsapparat, die ein noch brutaleres Vorgehen in der Ukraine gefordert haben. Prigoschin sei ihr Symbol gewesen; nun würden sie durch eine "Säuberungswelle" aus dem Weg geräumt, erklärt Masala seinen Standpunkt.Andere Experten sehen die Situation differenzierter: "Ich vermute, dass 'Wagner' in irgendeiner Form wei terbestehen wird", vermutet Prof. Thomas Jäger (Universität Köln).

Die Begründung: Die Söldner von "Wagner" seien selbst zu mächtig geworden, aber grundsätzlich habe Putin weiterhin Interesse daran, eine oder mehrere private Armeen zu betreiben. Warum Putin private Armeen benötigt Zur Erinnerung: Die bis zu 50.000 Söldner von "Wagner" kämpfen äußerst rücksichtslos und brutal von Syrien bis Afrika, destabilisieren Länder und plündern deren Rohstoffminen aus.

Wie geht es mit den Söldnern weiter?

Ihre Finanzierung erfolgte jahrelang aus russischen Staatsmitteln – inoffiziell und ohne Rechenschaftspflicht gegenüber dem Haushalt oder dem russischen Parlament. "Putin wird in dieser Hinsicht wohl genauso vorgehen", erläutert Prof. Jäger. "Solange sie keine interne Machtverschiebung herbeiführen, sind private Armeen für Putin äußerst nützlich!" Als Machthaber hat Putin ein Interesse daran, dass keine seiner zahlreichen Sicherheitskräfte (Armee, Sicherheitsgarde, Nationalgarde, Geheimdienste usw.) zu mächtig wird. Genau das ist jedoch mit der "Wagner"-Armee geschehen. Am Ende hat Prigoschins Überheblichkeit dazu geführt, dass er sich in den Konflikt in der Ukraine einmischte und sich selbst als "wahren Patriot" darstellte, im Gegensatz zur regulären Armee. Das Verteidigungsministerium reagierte darauf, indem es Ende Mai die Integration der "Wagner"-Truppen in die reguläre staatliche Armee anordnete – eine Entscheidung, die laut Prof. Jäger von vornherein zum Scheitern verurteilt war: "Söldner haben eine andere Disziplin als normale Soldaten, und sie erhalten oft das bis zu Fünffache ihres Gehalts", erklärt er.