"Die Höhle der Löwen": Ein beleidigter Investor und ein Zocker-Deal

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"Die Höhle der Löwen": Ein beleidigter Investor und ein Zocker-Deal

Stars (1 / 1) 18.03.2021 00:33 / Peter Symbolbild TVNOW / Bernd-Michael Maurer


Die Deals von Folge zwei

Gleich zu Beginn der zweiten Folge von "Die Höhle der Löwen" (VOX, Dienstag ab 20:15 Uhr oder bei TVNow) hatte Gründer Christoph eine Mission: Keine Frau soll mehr für die Schönheit leiden müssen - zumindest, wenn es um ihre Füße und High-Heels geht. Christoph, dessen Vater Orthopäde ist, studierte Schuhtechnik und entwickelte den perfekten hohen Schuh, der dank eines anatomisch geformten Fußbetts das Gewicht optimal verlagern und ein angenehmeres Tragegefühl vermitteln soll. 265 Euro sollen die Schuhe kosten, 200.000 Euro rief er für 5 Prozent der Firmenanteile auf.

Die Löwinnen durften seine Schuhe anprobieren. Beautyexpertin Judith Williams (48) untersuchte den Schuh und war begeistert. "Sensationell, sehr fundiert." Dagmar Wöhrl (65) schwärmte auch: "Man fühlt sich gebettet, man hat das Gefühl, man hat mehr Halt." Frank Thelen (44) wunderte sich: "Sind die Hersteller von Markenschuhen so bescheuert? Warum machen die das nicht?" Trotzdem investiert er nicht - so wie die anderen Investoren. "Die Qualität ist stimmig aber es hat mich nicht so gepackt, daher muss ich Ihnen schweren Herzens absagen", sprang die letzte Chance in Person von Williams ab.

Thelen findet Produkt "so trivial"

Der nächste Gründer tüftelte seit vier Jahren an seiner Erfindung. Herausgekommen ist "Flexy Lot", ein revolutionäres Bildaufhängesystem, das dabei helfen soll, Bilder exakt auszurichten. 125.000 Euro möchte Gründer Alexander für 25,1 Prozent. "Flexy Lot" gibt es in Pro und Basic, die Pro-Version soll 12,95 Euro kosten. Thelen darf es ausprobieren - seine Premiere: "Ich habe noch nie ein Bild aufgehängt", gestand er grinsend. Das Produkt überzeugte und erstaunte ihn. "Das ist so trivial, da muss doch schon jemand draufgekommen sein?"

Ralf Dümmel (53) wusste es besser und ließ sich das Angebot nicht nehmen: "Du bist ein Hammertyp, du hast eine Idee, die Probleme löst, ein Megaprodukt, ich bin der richtige Löwe dafür, lass uns das groß machen." Allerdings forderte der Kaufhauskönig 30 Prozent für 125.000 Euro. Der Gründer nahm dennoch an: "Ich hatte schon vorher das Bauchgefühl, dass es mit Dümmel gut passt."

Nils Glagau: "Habe noch nie einen so authentischen Gründer erlebt"

Die Geschichte des nächsten Gründers rührte die Löwen zutiefst. Thomas erhielt mit 28 Jahren die Diagnose Krebs. "Das hat mich völlig aus der Bahn geworfen, ich war ein Jahr lang weg und auf Pflege angewiesen." Thomas lernte, die Hilfe von Pflegekräften zu schätzen und möchte nun mit seiner Erfindung "Curassist" die Branche verändern. 500.000 Euro möchte er für 15 Prozent. "Curassist" ist eine App, die Pflegekräfte Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit und durch den Bürokratiedschungel führt. "Mit uns kann jede Pflegekraft auf dem freien Markt selbstbestimmt arbeiten."

Die Löwen waren beeindruckt. "Das Thema ist super. Die Geschichte der Hammer." Das fand auch Nils Glagau (44): "Großes Kompliment, ich habe noch nie so einen authentischen Gründer erlebt, aber ich kenne mich in dem Bereich nicht aus und bin daher raus."