5 Menschen sterben beim Baden - Vibrionen im Wasser sorgen für Todesfälle - Killer-Keime treten auch in der Ostsee auf

Seite 2 / 2

5 Menschen sterben beim Baden - Vibrionen im Wasser sorgen für Todesfälle - Killer-Keime treten auch in der Ostsee auf

News (2 / 1) 18.07.2024 04:50 / Frank Symbolbild imago


"Dazu gehören Personen mit chronischen Grunderkrankungen bzw. mit bestehender Immunschwäche sowie ältere Personen“, erklärten die Behörden. "Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen haben, sollte der Kontakt mit Meer- oder Brackwasser vermieden werden.“ Eine Infektion beim Menschen kann nach Kontakt mit Ostseewasser zu schweren Wundinfektionen führen. Ein Kratzer reicht bereits aus! Nach einer Infektion beträgt die Inkubationszeit etwa 12 bis 72 Stunden. Äußerlich macht sich die Infektion durch eine sich ausbreitende Rötung und Blasen bemerkbar. Vibrionen können Haut, Muskeln und Gewebe zerstören und zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung führen. Mehrfachorganversagen ist möglich, es besteht Lebensgefahr! Es müssen möglichst schnell Antibiotika verabreicht werden.Einige Arten von Vibrionen besiedeln außerdem Fische, Muscheln oder Krabben. So kann auch der Verzehr von kontaminierten Meeresfrüchten zu einer Infektion führen. Dies ist in Deutschland jedoch bisher nicht aufgetreten.

So schützt man sich vor Vibrionen

Auf der aktuellen Wasser-Karte können Badegäste entlang der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns die eingestufte Wasserqualität einsehen. Personen, die gesundheitlich angeschlagen oder chronisch krank sind (unter anderem Lebererkrankungen, Diabetes), sollten nie mit offenen Wunden ins Wasser gehen. "Das gilt insbesondere nach Operationen, bei denen mindestens zehn bis 14 Tage gewartet werden sollte, bis die Wunde vollständig verheilt ist“, sagt Prof. Emil Reisinger von der Universität Rostock. Außerdem sollte man es auf jeden Fall vermeiden Wasser zu schlucken.