Auch in der Nacht zum Sonntag wurden die Flammen laut dem kanarischen Notdienst von über 340 Einsatzkräften bekämpft. Am Sonntagmorgen soll der Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern wieder aufgenommen werden. Die Anzahl wird von 19 auf 23 erhöht. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska sagte zum Abschluss seines Teneriffa-Besuchs am Samstag: "Wir können uns einigermaßen sicher fühlen und hoffen, dass wir das Feuer in den nächsten Tagen unter Kontrolle bekommen, wenn das Wetter mitspielt." Allerdings herrschen am frühen Sonntagmorgen starker Wind und hohe Temperaturen. Die Löscharbeiten gestalten sich zusätzlich aufgrund des schwer zugänglichen Geländes und der starken Rauchentwicklung schwierig. Doch auch in anderen Zonen von Südeuropa wüten Brände. In Griechenland brachen am Samstag erneut Wald- und Buschbrände aus. Ein besonders großes Feuer wütete in ländlichem Gebiet nahe der Hafenstadt Alexandroupolis im Nordosten des Landes. Die Bürger zahlreicher Dörfer und Siedlungen erhielten Not-SMS zur Vorbereitung auf eine mögliche Evakuierung. Am Nachmittag wurden vorerst acht Ortschaften evakuiert. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die nahegelegene Autobahn gesperrt werden. Sieben Löschflugzeuge, zwei Hubschrauber sowie 31 Löschzüge waren im Einsatz.