Der Unglückszug, bestehend aus 32 Güterwagen, kam aus verschiedenen Abgangsbahnhöfen nach Chiasso und wurde dort von den SBB zusammengestellt und überprüft. Der Unfall im Gotthard-Basistunnel führte zu erheblichen Schäden, als der Zug mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf eine Weiche in der Multifunktionsstelle Faido fuhr. Ein Wagen wurde aus den Schienen geschleudert und durchbrach das Sicherheitstor zwischen den Tunnelröhren. Die Reparatur des Tunnels wird noch Monate in Anspruch nehmen. Die genaue Schuldfrage für das Unglück wird wahrscheinlich viel Zeit benötigen und möglicherweise vor Gericht geklärt werden müssen. Erste Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass ein Radebruch für die Entgleisung verantwortlich sein könnte. Normalerweise liegt die Wartung der Wagen in der Verantwortung der Eigentümer, die die Fahrzeuge betreiben oder vermieten. Die genaue Frage der Haftung ist noch unklar. Weder die SBB noch die Deutsche Bahn oder Transwaggon haben bisher dazu eine Stellungnahme abgegeben.