Die Pentagon-Papiere, die im Frühjahr durchgesickert sind, bezifferten die gesamten russischen Verluste auf 189.500 bis 223.000 Mann, darunter bis zu 43.000 Gefallene. Die Ukraine habe hingegen bis Februar zwischen 124.500 und 131.000 Soldaten verloren, wobei bis zu 17.500 Soldaten getötet worden sein sollen, heißt es in den geheimen Dokumenten. Die "New York Times" berichtet, dass die Schätzungen so stark variieren, weil die Ukraine Washington nicht über ihre eigenen Kriegsverluste informiert. Außerdem konzentrieren sich die US-Geheimdienste hauptsächlich auf die Einschätzung der russischen Verluste. Die Ukraine äußert sich öffentlich im Allgemeinen nicht zu ihren Verlusten. Das russische Verteidigungsministerium erklärte im vergangenen September, dass 6.000 russische Soldaten in der Ukraine getötet worden seien. Experten halten diese Zahl für deutlich untertrieben. Gemäß einer von der "New York Times" zitierten Analyse verfügt die Ukraine über etwa 500.000 Soldaten, darunter reguläre Soldaten, Reservisten und Paramilitärs. Im Gegensatz dazu kann Russland auf etwa 1,3 Millionen Soldaten zurückgreifen, wobei 250.000 Mann paramilitärischen Einheiten wie der Söldnergruppe Wagner zugeordnet werden.