Ukraine muss Notfallplan auslösen! Die zur Zeit ablaufenden Entwicklungen in der umkämpften Region Saporischschja stellen einen entscheidenden Moment dar. Die ukrainische Armee hat nun ihre strategische Reserve in den Konflikt eingebracht, insbesondere in der mehrheitlich besetzten Gegend um Saporischschja. Allerdings verläuft die Operation anders als geplant. Hier die aktuelle Lage:
Seit Dienstag ist die hochrangige 82. Luftangriffs-Brigade der ukrainischen Armee nahe dem Dorf Robotyne im Einsatz. Ausgestattet mit britischen Challenger-2-Panzern, deutschen Marder-Schützenpanzern und amerikanischen Stryker-Radpanzern gilt diese 2.000 Mann starke Brigade als die schlagkräftigste Einheit, die die ukrainische Armee aufbieten kann. Videos, die von ukrainischen und russischen Quellen veröffentlicht wurden, zeigen die drei Hauptkampffahrzeuge der Brigade in der Nähe der Frontlinie. Dies bestätigt ihre Beteiligung an der seit zehn Wochen umkämpften Gegend um Robotyne zweifelsfrei. Die Brigade wurde zu Beginn des Jahres während einer zweimonatigen Ausbildung im Vereinigten Königreich darauf vorbereitet, Russlands Invasionsstreitkräften entgegenzutreten. Die Entsendung dieser Brigade deutet jedoch auf einen möglichen Notfallplan der Führung in Kiew hin. Ursprünglich sollte die 82. Brigade erst dann zum Einsatz kommen, nachdem schwächere Einheiten eine Lücke in der russischen Verteidigung geschaffen hätten. Die Brigade sollte in diese Lücke vorstoßen und südwärts voranschreiten.