Ukrainischer Geheimdienst-General verurteilt - Er soll in ein Mordkomplott verwickelt sein

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Ukrainischer Geheimdienst-General verurteilt - Er soll in ein Mordkomplott verwickelt sein

News (2 / 1) 18.07.2024 04:14 / Peter Symbolbild imago


Berichten zufolge hat S. auf Anweisung aus Moskau auch nach Personen gesucht, die in Auftragsmorde verwickelt sein sollten. Ein Ziel dieser Anschlagspläne war Adam Osmayew, der Kommandeur des Bataillons Dschochar-Dudajew. Diese Freiwilligeneinheit kämpft seit 2014 an der Seite der Ukraine und besteht hauptsächlich aus exilierten Tschetschenen. Im Oktober 2017 wurde Osmayew bei einem Schussangriff auf sein Auto verletzt, während seine Frau, die ebenfalls im Auto saß, bei dem Angriff am Stadtrand von Kiew getötet wurde. Kurz zuvor hatten sie bereits ein Attentat eines Mannes überlebt, der sich als Reporter ausgegeben hatte.

Verurteilter Offizier offenbar in Mordkomplott verwickelt

Die Ermittler gaben an, dass S. unter dem Decknamen "Bobyl" mit dem russischen FSB-Oberst Igor J. kommuniziert habe, der den Alias "Elbrus" verwendete. Igor J. soll einer der Planer der russischen Invasion im Donbass im Jahr 2014 gewesen sein. Während der Kämpfe im Osten der Ukraine soll S. mehrfach Befehle von höherer Stelle untergraben haben. Es wird berichtet, dass er sich im Sommer 2014 geweigert habe, Kontrollposten von russischen Kämpfern rund um die Stadt Slowjansk in der Region Donezk anzugreifen. Daraufhin gelang es den Einheiten aus Moskau, die Stadt für einige Wochen zu besetzen. Der Geheimdienstler S. wurde bereits im April 2020 festgenommen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.