Gleichzeitig konzentriert sich Kiew darauf, die Brücken und Übergänge zur Krim zu beschießen. Diese sind für Moskau von großer strategischer Bedeutung, da ein beträchtlicher Teil des Nachschubs für die russischen Truppen von der völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel kommt.
Die Ukraine bleibt weiterhin auf Waffenlieferungen aus dem Westen angewiesen. Der größte deutsche Rüstungskonzern, Rheinmetall, hat nun alte Leopard-1 Panzer aus belgischen Beständen erworben. Diese sollen überarbeitet und im Auftrag der Bundesregierung an die Ukraine geliefert werden. Der Zeitpunkt, zu dem die aufgerüsteten Panzer einsatzbereit sein werden, um an die Front geschickt zu werden, ist derzeit noch unklar. Die etwa 30 Leopard 1-Panzer sind das Vorgängermodell des Leopard 2 und wurden von 1965 bis 2003 von der Bundeswehr genutzt. Die Diskussion über die Lieferung der "Taurus" Marschflugkörper geht derweil weiter. Die Ukraine fordert diese von Deutschland, um auch Ziele tief hinter der Frontlinie in Russland angreifen zu können. Das Waffensystem hat eine Reichweite von über 500 Kilometern. Da die Geschosse auch russisches Territorium erreichen könnten, ist die Entscheidung der Bundesregierung noch ausstehend. Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte Anfang August, dass diese Debatte derzeit nicht die "höchste Priorität" habe.