Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) haben einen deutschen Mitarbeiter einer Behörde in Koblenz festgenommen. Aufgrund des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit im Auftrag Russlands wurde der Mitarbeiter des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr von BKA-Beamten festgenommen.
Sowohl seine Wohnung als auch sein Arbeitsplatz wurden durchsucht. Der Beschuldigte steht unter dem dringenden Verdacht, für einen ausländischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Ab Mai dieses Jahres soll der Mann mehrfach eigenständig das Russische Generalkonsulat in Bonn und die Russische Botschaft in Berlin kontaktiert und eine Zusammenarbeit angeboten haben. Dabei soll er Informationen aus seinem beruflichen Umfeld übermittelt haben, die für einen russischen Nachrichtendienst bestimmt waren. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Die Untersuchungen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst und dem Bundesamt für Verfassungsschutz durchgeführt.