Ein Reporter der BILD-Zeitung besuchte das abgeschnittene Dorf und ließ sich von den Einwohnern die Situation schildern. Rentnerin Hilde Müller (78) sagte: "Das beeinträchtigt uns stark, da mein Mann und ich zweimal wöchentlich zur Behandlung müssen. Wir können unsere Termine nicht wahrnehmen, da wir einfach nicht wissen, wie wir dorthin gelangen sollen. Wir sind komplett isoliert.“ Für Sven (32), der bis zu sechs Mal täglich das Dorf verlassen muss, bedeutet die Situation große Schwierigkeiten. „Es gibt Leute hier, die in Schichten arbeiten. Sie fahren früh morgens los, warten irgendwo und beginnen dann ihre Schicht. Das ist wirklich ärgerlich“, sagte der Fabrikarbeiter. Stattdessen müsse er jetzt zwischen den Schichten herumhängen und verdiene dabei kein Geld. Maria Schmitt (56) besucht täglich ihre kranke Mutter (82) in Wiesenau. Wenn die offizielle Zufahrt blockiert ist, bleibt ihr nur noch der Weg über einen Waldweg. Die Pflegerin sagte: "Mein Sohn (25) ist ebenfalls betroffen, da er nachmittags von der Arbeit nach Hause fährt.“ Sie ärgert besonders, dass die Straße bereits im letzten Jahr aufgrund der Verlegung von Glasfaserkabeln gesperrt war. Auch das Landratsamt zeigte sich über die Situation "alles andere als erfreut“, da sie den Bewohnern nur schwer zuzumuten sei. "Aus unserer Sicht hätte eine bessere Abstimmung der Arbeiten erfolgen müssen“, gibt die Behörde zu.