Auch das Wasserschutzpolizei-Boot „Habicht“ begab sich auf den Weg. Die Rettungsleitstelle der DGzRS funkte einen "Mayday Relay“ an alle Schiffe: Ein Seenotfall wurde gemeldet, Unterstützung bei der Suche nach einer vermissten Person wurde angefordert! Christian Stipeldey, Sprecher der DGzRS, sagte: "Die Koordination verlief reibungslos. Innerhalb kürzester Zeit waren 23 Fahrzeuge an der Suchaktion beteiligt, darunter auch private Segel- und Motorboote.“
Der Seenotretter erklärte: "Das Suchgebiet war relativ begrenzt. Die Wetterbedingungen waren gut, die Wellenhöhe betrug etwa einen halben Meter. Angesichts dieser Gegebenheiten können wir sicherstellen, dass nichts übersehen wurde.“ Nach etwa drei Stunden wurde die Suche erfolglos abgebrochen.
"Wir müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten. Es gibt auch keine Meldungen von den Stränden, dass der Skipper irgendwo ans Ufer gelangt ist“, heißt es aus Kreisen der Rettungskräfte. Zwei DLRG-Retter wechselten auf die "Merlin“ über und halfen der geschockten Frau dabei, das Segelboot in den Hafen von Travemünde zu bringen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an. Eine Sprecherin äußerte sich am Abend wie folgt: "Die Ursache dafür, dass der Mann über Bord gegangen ist, bleibt vorerst unklar.“