Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak verstärkt nun den Grenzschutz seines Landes. Die genaue Anzahl der Soldaten und Kampfhubschrauber, die eingesetzt werden sollen, wurde vom Verteidigungsministerium nicht bekannt gegeben. Die NATO wurde über den Vorfall informiert. Obwohl Verletzungen des Luftraums an der östlichen NATO-Grenze häufig vorkommen, ist dieser Vorfall besonders brisant. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko, ein Verbündeter von Putin, drohte erst kürzlich mit einem Angriff der russischen Wagner-Kämpfer auf Polen.
Die Söldner sollten nach ihrem Putsch-Versuch das Land verlassen, zogen jedoch weiter nach Belarus. Dort sollen sie offiziell die Armee ausbilden und ihre Kampferfahrung aus der Ukraine weitergeben. Vor einer Woche äußerte Lukaschenko, dass die Söldner einen "Ausflug nach Warschau und nach Rzeszów" machen wollten. Als Reaktion auf die Drohung schickte Polen bereits 1000 Soldaten und 200 Militärfahrzeuge an die Grenze zu Belarus, um mögliche "Destabilisierungsversuche" abzuwehren. Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki zeigte sich besorgt über Truppenbewegungen der Wagner-Söldner in Belarus in Richtung Polen. Dies verschärfe die Situation an der Grenze noch weiter.
Vizeregierungschef Jaroslaw Kaczynski kündigte an, dass Polen die Grenze zu Belarus weiter befestigen werde. Seit 2022 wurde bereits ein 5,5 Meter hoher Zaun entlang der etwa 400 Kilometer langen Grenze auf einer Strecke von 186 Kilometern errichtet.