Über 50 Jahre auf der Bühne: Denkt Marianne Rosenberg ans Aufhören?

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Über 50 Jahre auf der Bühne: Denkt Marianne Rosenberg ans Aufhören?

Stars (2 / 1) 11.03.2021 00:33 / Frank Symbolbild Telamo/Sandra Ludewig


Rosenberg: Ganz sicher war es enorm wichtig, mich Ende der Siebziger dem enormen Druck der Plattenindustrie zu entziehen. Man wollte, dass ich immer so weiter funktioniere, zwei Alben in einem Jahr abliefere und mich dabei ständig im Kreis drehe. Ich musste da ausbrechen, musste das beenden, wollte meinen eigenen Weg und meine eigene Identität als Frau und Musikerin finden.

Mit "Mister Paul McCartney" landeten Sie als 14-Jährige Ihren ersten Hit. Sind Sie immer noch ein Fan des ehemaligen Beatles?

Rosenberg: Privat war ich damals eigentlich eher ein Fan von Mick Jagger, obwohl ich gerne anerkenne, dass die Beatles mit der Qualität ihrer Kompositionen lange Zeit unübertroffen waren.

Sie haben ein Autogramm von ihm "verbummelt". Wie sehr bereuen Sie das heute?

Rosenberg: Dreieinhalb Stunden habe ich damals in der Berliner Deutschlandhalle darauf gewartet, dass er mir mein Singlecover signiert. Bei irgendeinem meiner vielen Umzüge habe ich es später verbummelt und den Verlust erst viele Jahre später realisiert, weil ich sonst keine Autogramme sammele.

Seit Jahren sind Sie eine Ikone der LGBTQ-Szene. Macht Sie das stolz?

Rosenberg: Ja, das macht mich stolz, denn ich empfinde es als eine Ehre, in dieser Szene neben den anderen großen Frauen genannt zu werden. Außerdem kann man das nicht konstruieren oder beeinflussen, man wird auserwählt.