Während des Krieges mit der Ukraine wurden die Flugplätze Engels 2, Schaikowka und Olenya von der russischen Luftwaffe als nächstgelegene Startplätze für Flugzeuge genutzt, die Marschflugkörper abfeuern können. Auch der Flugplatz Mozdok wurde aktiviert, nachdem er seit Juli 2018 umgebaut wurde. Er ermöglicht Angriffe aus südöstlicher Richtung und reduziert die notwendige Reichweite der Bomber, was es den Russen erlaubt, zusätzliche Raketen pro Flugzeugbomber zu tragen und die Wirksamkeit ihrer Raketenangriffe zu erhöhen.
Die tatsächliche Zahl der kampffähigen Langstreckenbomber der russischen Flotte ist unklar. Verschiedene Quellen nennen unterschiedliche Zahlen. Laut der Fachzeitschrift "Military Balance 2023" verfügen die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte Russlands über 60 Langstreckenbomber vom Typ Tu-95MS, 16 vom Typ Tu-160 und 66 vom Typ Tu-22M3. Andere Quellen schätzen die Anzahl der kampffähigen Tu-95MS-Bomber jedoch deutlich geringer ein. Das britische Verteidigungsministerium gibt an, dass Russland insgesamt 80 Langstreckenbomber besitzt, vornehmlich vom Typ Tu-95 und Tu-22. Die tatsächliche Anzahl der Tu-160-Bomber wird auf etwa zehn Stück geschätzt. Die russische Regierung plant, ihre Langstreckenflotte zu modernisieren, indem sie eine neue Generation von strategischen Tarnkappenbombern entwickelt und baut. Das Projekt trägt den Namen PAK DA (Prospective Long-Range Aviation Complex) und soll langfristig die Tu-160 und Tu-22M3 ersetzen. Die Produktion eines PAK-DA-Prototyps könnte in naher Zukunft abgeschlossen sein, aber die westlichen Sanktionen und die anhaltenden Kampfhandlungen in der Ukraine könnten die serielle Neuproduktion verzögern.