Es gab bereits zwei Fälle, bei denen prominente Medienvertreter getötet wurden. Im August des letzten Jahres starb Darja Dugina bei einer Autobombenexplosion, und Anfang April wurde der Militärblogger Maxim Fomin, auch bekannt als Wladlen Tatarski, bei der Explosion einer Bombe in einem Café in St. Petersburg getötet. Im Mai gab es zudem einen Autobombenanschlag auf den bekannten kremlnahen Schriftsteller Sachar Prilepin, bei dem sein Fahrer starb und er selbst schwer verletzt wurde. Margarita Simonjan bedankte sich bei dem russischen Geheimdienst für die Rettung ihres Lebens. Laut FSB wurden "Mitglieder der neonazistischen Gruppierung 'Paragraf-88'" in Moskau und im Gebiet Rjasan festgenommen. Es wurde berichtet, dass sie Wohn- und Arbeitsadressen ausspioniert hatten. Bei den Verdächtigen wurden eine Kalaschnikow-Maschinenpistole, 90 Patronen, Messer, Gummiknüppel, Computer, Nazi-Flaggen und -Literatur beschlagnahmt. Die Auftraggeber sollen angeblich 1,5 Millionen Rubel (14.800 Euro) für jeden Mord in Aussicht gestellt haben.