Unter anderem hat Großbritannien ein Hilfspaket für die von Russland angegriffene Ukraine angekündigt. Rund 58,7 Millionen Euro werden für die Reparatur von Ausrüstung und die Einrichtung eines militärischen Rehabilitationszentrums in der Ukraine bereitgestellt. Auch Deutschland hat im Vorfeld des Gipfels ein weiteres Hilfspaket zugesagt, das unter anderem die Lieferung von 40 Schützenpanzern "Marder", 15 Kampfpanzern "Leopard 1A5", fünf Bergepanzern, Mitteln zur Drohnenaufklärung sowie 20.000 Schuss Artilleriemunition und 5.000 Schuss Nebelmunition umfasst. Der Gesamtwert des Pakets beläuft sich auf 700 Millionen Euro. Bereits am Wochenende hat Medwedew in scharfen Tönen gegen US-Präsident Joe Biden ausgeteilt, nachdem die USA die Lieferung von Streumunition an die Ukraine angekündigt hatten. Auf Telegram schrieb er: "Vielleicht hat der von kranken Fantasien geplagte sterbende Opa einfach entschieden, schön abzutreten, ein atomares Armageddon zu provozieren und die halbe Menschheit mit sich in den Tod zu reißen."
Medwedew, der vom britischen "The Independent" einmal als "Putins Kampfhund" bezeichnet wurde, äußert seine eklatanten Drohungen stets in ähnlichem Tonfall. Er fantasiert darüber, dass Russland notfalls den Deutschen Bundestag bombardieren oder britische Parlamentarier töten könnte. Eine nukleare Apokalypse sieht er regelmäßig am Horizont. Offensichtlich schreckt er vor keiner Niedertracht zurück, um die westlichen Staaten in ihrer Unterstützung für die Ukraine zu verunsichern. Angesichts der vertieften Zusammenarbeit zwischen dem Westen und der Ukraine, die beim Nato-Gipfel in Vilnius angekündigt wurde, hat Medwedew erneut angekündigt, das "faschistische Regime" in Kiew liquidieren zu wollen. Russland ist jedoch bereits einmal mit diesem Vorhaben gescheitert, und der Kreml hat den markigen Worten des stellvertretenden Sicherheitsratsvorsitzenden bisher keine Taten folgen lassen.