Russlands Verluste könnten sich verdoppeln! Hohe Anzahl von Todesopfern bei der russischen Armee schocken den Kreml

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Russlands Verluste könnten sich verdoppeln! Hohe Anzahl von Todesopfern bei der russischen Armee schocken den Kreml

News (2 / 1) 14.07.2023 15:16 / Simo Symbolbild imago


Um eine genauere Schätzung der Opferzahl vorzunehmen, nutzte das Forschungsteam zusätzliche Quellen, insbesondere das nationale Nachlassregister der Bundesnotarkammer in Russland, das seit 2018 öffentlich zugänglich ist. Durch den Abgleich mit Sterblichkeitsraten vor dem Krieg wurde das Verhältnis zwischen der Anzahl der Todesfälle und der Anzahl der im Register gefundenen Einträge in derselben Altersgruppe ermittelt. Etwa 30 bis 70 Prozent der Verstorbenen werden dabei erfasst. Die Analyse ergab, dass bis Ende 2022 etwa 25.000 weitere Todesfälle bei Männern auftraten, und bis zum 27. Mai 2023 stieg die Zahl der verstorbenen Männer auf 47.000. Im Vergleich dazu starben im Tschetschenienkrieg etwa 11.000 Soldaten.

Zahlen lassen sich schwer belegen

Die Anzahl der verwundeten Soldaten ist schwieriger abzuschätzen. Mithilfe historischer Daten konnte das Verhältnis zwischen Verwundeten und Getöteten auf etwa 3 zu 1 oder 3,5 zu 1 geschätzt werden. Demnach kommen etwa drei Verwundete auf einen getöteten Soldaten. Unter Berücksichtigung von Lohndaten und Zahlungen an Schwerverletzte ergibt sich ein Verhältnis von etwa 1,7 zu 1, was etwa 15.200 verwundeten russischen Soldaten im Ukraine-Krieg entspricht.

Zusammenfassend lassen sich die russischen Verluste im Ukraine-Krieg auf etwa 125.000 Menschen schätzen, wenn man die Anzahl der verstorbenen Soldaten, Vermissten und Verwundeten betrachtet.