Die Krankheit kann durch eine Immunreaktion auf Viren oder Bakterien ausgelöst werden, wobei häufig eine vorangegangene Infektion der oberen Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts, wie zum Beispiel eine Infektion mit Campylobacter-Bakterien, festgestellt wird. Auch das Dengue- und Zika-Virus können Auslöser sein. Das Guillain-Barré-Syndrom tritt am häufigsten bei Menschen um das 40. Lebensjahr herum auf, wobei Männer häufiger betroffen sind. In der Regel erkranken ein bis zwei Personen pro 100.000 Menschen pro Jahr daran, wobei etwa fünf bis zehn Prozent der Erkrankten an Atemlähmung sterben. Die Diagnose der Krankheit erfolgt durch eine Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und den Nachweis von Antikörpern im Blut. In den meisten Fällen bildet sich das Syndrom vollständig zurück, aber es kann auch wieder auftreten und einen chronischen Verlauf nehmen, selbst Jahre nach den ersten Symptomen. Die Notstandserklärung in Peru gewährleistet, dass ausreichend Medikamente für die Behandlung des Syndroms in den Krankenhäusern zur Verfügung stehen. Zudem wird die epidemiologische Überwachung intensiviert, um die Ausbreitung der Krankheit zu kontrollieren.