Russisches Unternehmen zahlt weiter für die Bundesliga! - Doch das Geld landet zum Teil in der Ukraine

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Russisches Unternehmen zahlt weiter für die Bundesliga!  - Doch das Geld landet zum Teil in der Ukraine

News (1 / 1) 10.07.2023 09:26 / Simo Symbolbild imago


Trotz der anhaltenden Ukraine-Krise und der Sanktionen können russische Fußballfans weiterhin legal Spiele der deutschen Bundesliga im Fernsehen verfolgen. Die Übertragungen erfolgen über den Sender "Match TV", der eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von "Gazprom Media" ist, die wiederum dem staatlichen russischen Gasriesen "Gazprom" gehört. Teile des Geldes landen aber in der Tat in der Ukraine!

Vertrag läuft erst 2025 aus

Der Grund dafür ist der laufende Vertrag zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und "Match TV", der noch für zwei weitere Spielzeiten gilt (Saison 2023/24, 2024/25). Brisant ist, dass die DFL nach Informationen der BILD-Zeitung auch in der kommenden Saison einen Millionenbetrag für die TV-Rechte erhält. Dieses Geld stammt aus dem Vermögen des russischen Gazprom-Konzerns, der Deutschland im Jahr 2022 das Gas vertragswidrig abdrehte und damit eine Energiekrise mit stark steigenden Gaspreisen auslöste. Es sei jedoch erwähnenswert, dass niemand in Deutschland persönlich von diesem russischen Gas-Geld profitiert, da die Einnahmen "vollständig gespendet" werden. Auf Nachfrage der BILD-Zeitung erklärte die DFL, dass das Präsidium der DFL im Juni eine Spende in Höhe von einer Million Euro zur humanitären Unterstützung beschlossen habe, die den Menschen in der Ukraine sowie den Menschen in der Erdbebenregion an der türkisch-syrischen Grenze zugutekommt. Die DFL spendet die Einnahmen aus Russland an Organisationen wie Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Aktion Deutschland hilft und die SOS-Kinderdörfer. Diese Organisationen unterstützen über ihre "Ukrainehilfe"-Programme auch bedürftige Menschen in den von Putins Krieg zerstörten Gebieten. Mit anderen Worten: Indirekt hilft der Gazprom-Konzern von Präsident Putin der Ukraine dabei, sich von den Angriffen Russlands auf das Land schnell zu erholen. Ob das dem Kreml wohl gefällt? ...