Der Rückruf wurde durch die amerikanische Straßenverkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) angekündigt, die in den Vereinigten Staaten mehr als 140.000 Mercedes-Fahrzeuge wegen eines möglichen Ausfalls der Kraftstoffpumpe in die Werkstatt rufen ließ. Nun hat auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Rückruf mit ähnlicher Problematik veröffentlicht.
Gemäß dem Rückruf des KBA mit der Referenznummer "012934" müssen weltweit 589.799 Mercedes-Fahrzeuge zurückgerufen werden. In Deutschland sind laut der Mitteilung des KBA 28.153 Mercedes-Fahrzeuge betroffen. Der Rückruf betrifft Fahrzeuge der C-Klasse, E-Klasse, G-Klasse und S-Klasse sowie die Modelle CLS, SL, AMG GT, GLC, GLE und GLS. Der Defekt tritt bei Fahrzeugen der Baujahre 2021 bis 2023 auf. Bisher sind keine Vorfälle bekannt, bei denen es aufgrund dieses Problems zu Sach- oder Personenschäden kam. Zur Behebung des Problems wird das Kraftstofffördermodul in der Werkstatt ausgetauscht. In Deutschland sind Automobilhersteller verpflichtet, dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Mängel zu melden, sobald ein Produkt "eine Gefahr für die Fahrzeuginsassen oder andere Verkehrsteilnehmer" darstellen kann. Privatpersonen haben auch die Möglichkeit, sich beim KBA zu melden, wenn sie der Ansicht sind, dass ihr Fahrzeug einen sicherheitsrelevanten Mangel aufweist. Kürzlich hat die Behörde den sogenannten Mangelmelder online gestellt, ein Online-Formular, mit dem die Zeitspanne bis zur möglichen Anordnung eines Rückrufs verkürzt werden soll.