Selenskyj betonte, dass seit Beginn des Krieges über 180 russische Flugzeuge, mehr als 130 Hubschrauber, über 40 Raketen, über 1000 Marschflugkörper und über 1600 Drohnen abgeschossen wurden. Er dankte Deutschland dafür, dass dadurch tausende Leben gerettet und wichtige Infrastruktur geschützt wurde. Gleichzeitig machte Selenskyj deutlich, dass die Ukraine weiterhin auf die Hilfe des Westens angewiesen sei, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten. Das Land verfüge nicht über ausreichend hochwertige Flugabwehrsysteme, um das gesamte Gebiet zu schützen und feindliche Ziele zu zerstören.
Bundeskanzler Olaf Scholz bekräftigte die "fortwährende und unverbrüchliche Solidarität" Deutschlands mit der Ukraine. Er sicherte zu, dass Deutschland die Unterstützung, auch im militärischen Bereich, in enger Abstimmung mit internationalen Partnern fortsetzen werde.
Das Telefonat zwischen Selenskyj und Scholz diente auch der Abstimmung der ukrainischen und deutschen Positionen vor dem Nato-Gipfel, der nächste Woche in Vilnius, Litauen, stattfinden wird. Es wurde noch nicht entschieden, ob Selenskyj persönlich an dem Gipfeltreffen teilnehmen wird.