Weder Schwarz-Rot (zusammen 44,5 Prozent) noch Schwarz-Grün (zusammen 40 Prozent) hätten genug Stimmen für eine Mehrheit. Die einzigen realistischen Koalitionsoptionen wären eine Deutschland-Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP, die mit insgesamt 51 Prozent eine Mehrheit der Wählerstimmen erreichen würde, oder eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP, die mit zusammen 46,5 Prozent eine parlamentarische Mehrheit hätte. Hermann Binkert, der Chef von INSA, sagte gegenüber BILD: "Es gibt nur noch zwei Vier-Parteien-Bündnisse, die zu Mehrheiten führen. Die Union aus CDU und CSU bleibt die stärkste Kraft, wird aber von der AfD herausgefordert."
Binkert mahnt jedoch: "Die politische Landschaft in Deutschland verändert sich. Ohne oder gegen die Unionsparteien könnte derzeit jedoch nicht regiert werden." Die Linke erreicht in der aktuellen INSA-Umfrage wieder fünf Prozent und würde somit den Einzug in den Bundestag schaffen. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 8,5 Prozent (-0,5). In Bezug auf die beliebtesten Politiker behalten Verteidigungsminister Boris Pistorius (63, SPD), CSU-Chef Markus Söder (56) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (47, CDU) ihre ersten drei Plätze. Bundeskanzler Olaf Scholz (65, SPD) steigt einen Platz auf und befindet sich nun auf dem sechsten Platz im Ranking.