Putin schickt Spionageschiffe in die Ostsee - was plant der Kreml-Chef bei uns vor der Haustür?

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Putin schickt Spionageschiffe in die Ostsee - was plant der Kreml-Chef bei uns vor der Haustür?

News (2 / 1) 23.06.2023 06:54 / Peter Symbolbild imago


Bei "Air Defender" üben 25 Nationen mit 250 Flugzeugen (darunter 190 Kampfjets) die Verteidigung des eigenen Luftraums nach einem feindlichen Angriff. Die Übung umfasst unter anderem Luftkämpfe, Drohnenabwehr sowie den Schutz von Städten und Häfen. Klar war, dass das Manöver den Kreml ärgern würde und Putin alles tun würde, um möglichst viele Informationen über die Verteidigungstechniken der NATO zu erhalten. Die Luftwaffe ergriff Schutzmaßnahmen und setzte rechtzeitig Signalüberwachung und Aufklärungsflugzeuge ein, um russische Operationen aufzudecken. Zusätzlich wurde eine spezielle Anti-Kreml-Taktik angewendet: Die Antennen des Spionageschiffs haben nur eine begrenzte Reichweite. Daher wurden im Übungsgebiet Ost (Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern) keine Frequenzen für den Ernstfall genutzt. Diese wurden nur in den Übungsgebieten Nord (Nordsee, Niedersachsen) und Süd (Bayern und Raum Frankfurt) eingesetzt. Somit sind die echten NATO-Frequenzen trotz des Spionageangriffs weiterhin sicher.

Deutscher Luftwaffen-Inspekteur sicher: "Wir sind einsatzbereit"

Allerdings stellt sich die Frage, wie viele NATO-Informationen die Russen bei ihrem Lauschangriff abgreifen konnten. Luftwaffen-Inspekteur Ingo Gerhartz (57) erklärte gegenüber der BILD-Zeitung: "Die Russen konnten eine Erkenntnis gewinnen: Wir sind jederzeit einsatzbereit und werden jeden Zentimeter unseres NATO-Territoriums verteidigen." Der Kanzler wurde noch in Jagel über den russischen Spionageangriff informiert. Als der Tornado durch die Luft donnerte, kannte Scholz bereits die Mission des Kampfjets.