Da eine Deeskalation nicht möglich war, entschied der Flugkapitän außerplanmäßig eine Zwischenlandung einzulegen, "wie es in einem solchen Szenario vorgesehen ist", fügte die Sprecherin hinzu. Der einzige verfügbare Flughafen dafür war Ponta Delgada auf den Azoren in Portugal, der schließlich angesteuert wurde. Nach der Landung wurden die streitenden Passagiere der örtlichen Polizei übergeben.
Durch den unvorhergesehenen Zwischenstopp verstrich so viel Zeit, dass sowohl die Cockpit- als auch die Kabinenbesatzung die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeitbeschränkungen für einen Weiterflug nach Punta Cana überschritten hätten. Eine Übernachtung auf den Azoren und am nächsten Tag weiterfliegen, weil zu diesem Zeitpunkt in Ponta Delgada nicht genügend Unterkünfte zur Verfügung standen. "Da in Ponta Delgada nicht genügend Hotelkapazitäten zur Verfügung standen, flog das Flugzeug nach Teneriffa, um dort die erforderliche Ruhezeit für die Besatzung einzuhalten, während alle Passagiere in Hotels untergebracht und versorgt wurden", erklärte die Condor-Sprecherin die einzige verbleibende Möglichkeit. Erst am Montagabend konnten die Urlauber ihre Reise schließlich fortsetzen und kamen letztendlich doch noch in ihrem langersehnten Traumurlaub an. "Wir bedauern die verspätete Ankunft unserer Passagiere sehr. Die Sicherheit hatte jedoch zu jeder Zeit höchste Priorität", betonte die Condor-Sprecherin.