Obwohl der Spartak-Profi die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten hat, sprachen Zeugen und Nachrichten auf seinem Handy gegen ihn. Promes soll unter anderem gesagt haben: "Er hat bekommen, was er verdient hat." In einem Telefonat soll er zudem gedroht haben: "Ich werde jeden töten, der meine Tante bestiehlt." Trotzdem kann Promes dem Gefängnis möglicherweise entgehen. Der ehemalige Star von Sevilla und Ajax, dessen Anwalt bereits Berufung angekündigt hat, spielt seit 2021 in Russland bei Moskau und hat einen Vertrag bis 2024. Bereits im vergangenen Dezember wurde berichtet, dass er die russische Staatsbürgerschaft annehmen möchte. Damit könnte er einer Haftstrafe in seiner Heimat entgehen.
Der Messerangriff ist nicht der einzige Skandal des Nationalspielers, der zuletzt im Sommer 2021 für die Niederlande auflief. Promes steht schon länger unter dem Verdacht, am Kokainschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Zusammen mit einem Komplizen soll er im Januar 2020 "mehrere hundert Kilogramm" der verbotenen Substanz über den Hafen von Antwerpen in Belgien importiert haben. Das Verfahren läuft noch. In dieser Saison landete Promes mit Spartak Moskau auf dem 3. Platz in der russischen Premier Liga. In 37 Pflichtspielen erzielte er 25 Tore. Mit allein 20 Treffern in der Liga wurde er der zweitbeste Torschütze hinter Zenits Malcom mit 23 Treffern.