Lothar H. Wieler, Präsident des renommierten Robert-Koch-Instituts, äusserte sich im "heute-journal" des ZDF: "Quarantäne von ganzen Ortschaften kann ich mir in Deutschland nicht vorstellen." Er verweist auf die in diesem Fall schwierige Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und ärztlicher Hilfe. Er setzt darauf, dass durch die Informationen in der Öffentlichkeit viele Menschen und Ärzte rechtzeitig einen Test auf das Virus vornehmen würden. Er lobte außerdem das Vorgehen in Bayern. Schließlich stammen 14 der insgesamt 16 bestätigten Coronafälle in Deutschland aus Bayern. Dort haben die getroffenen Maßnahmen dafür gesorgt, dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten konnte.
Unterdessen fordert die SPD im bayrischen Landtag weitere Informationen bezüglich Vorbeugung und Gegenmaßnahmen gegen das Virus. Viele Menschen seien in der Faschingswoche auch in Norditalien unterwegs. Dadurch bestehe durchaus eine Gefahr sich mit dem Virus zu infizieren. Deshalb fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Ruth Waldmann, die Leute schon gezielt über Vorbeugungs- und Gegenmaßnahmen zu informieren. Es scheint, als haben sich die Behörden in Bayern bereits im Vorfeld intensiv mit einer möglichen Ausbreitung der Epidemie beschäftigt.