Kampf noch nicht vorbei: Die Reaktionen auf das Weinstein-Urteil

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Kampf noch nicht vorbei: Die Reaktionen auf das Weinstein-Urteil

Stars (1 / 1) 26.02.2021 00:33 / Angela Symbolbild lev radin / Shutterstock.com


Nach Schuldspruch in New York

Der gefallene Filmmogul Harvey Weinstein (67) wurde am Montag in New York wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung von einer Jury schuldig gesprochen und wartet nun auf die Bekanntgabe seines Strafmaßes. Frauenrechtler und mutmaßliche weitere Opfer bejubelten das Urteil wenig später ausgiebig.

Die Stiftung "Time's Up" veröffentlichte eine Stellungnahme von insgesamt 23 Frauen, die Weinstein ebenfalls Übergriffe vorwerfen. Darunter befinden sich auch bekannte Schauspielerinnen wie Ashley Judd (51) oder Rosanna Arquette (60). In dem offenen Brieg heißt es unter anderem, es sei eine "neue Ära der Gerechtigkeit" eingeläutet worden. In ihrem Statement beklagen sich die Frauen jedoch auch, dass die Jury Weinstein nicht in allen Anklagepunkten schuldig sprach. "Unser Kampf ist noch lange nicht vorbei", heißt es.

Weiterer Prozess folgt in Los Angeles

Man warte nun den folgenden Prozess in Los Angeles ab, der einen Vorfall bei den Oscars 2013 zum Gegenstand hat. Dort soll Weinstein ebenfalls eine Frau vergewaltigt und einen weiteren sexuellen Übergriff begangen haben. Judd, die den Skandal 2017 mit einem Interview mit ins Rollen brachte, meldete sich außerdem via Twitter persönlich zu Wort. In ihrem Tweet bedankt sie sich bei allen Frauen, die sich geäußert haben und durch "eine traumatische Hölle gegangen" seien.

Ebenso wie Judd meldet sich der renommierte Journalist Ronan Farrow (32) per Twitter zu Wort, der mit seinem im Magazin "New Yorker" erschienenen Artikel über die Weinstein-Vorwürfe die #MeToo-Debatte erst ermöglicht hatte. Die Verurteilung von Weinstein sei seiner Meinung nach hauptsächlich die Folge des Mutes der Opfer, die sich trotz persönlicher Risiken an die Presse und die Staatsanwaltschaften wendeten. Zahlreiche weitere Schauspielerinnen und Medienschaffende machen ihre Genugtuung ebenfalls per Twitter publik.