Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz beabsichtigt, erneut Kontakt zu Wladimir Putin aufzunehmen. Scholz betont, dass ein "gerechter Frieden" nur dann möglich ist, wenn Russland seine gesamten Truppen aus der Ukraine zurückzieht. Kann der Bundeskanzler auf Putin einwirken?
Auf dem Evangelischen Kirchentag in Nürnberg gab Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bekannt, dass er in Kürze erneut mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen möchte. Scholz betonte, dass er bereits zu Beginn des Konflikts mit Putin gesprochen habe. "Ich habe vor, dies in naher Zukunft wieder zu tun", so Scholz. Eine grundlegende Voraussetzung für einen "gerechten Frieden" sei laut Scholz der Rückzug der russischen Truppen. "Das ist es, was verstanden werden muss", fügte er hinzu. Während des Kirchentags wurden vereinzelt Rufe nach Verhandlungen laut. Scholz reagierte darauf mit den Worten: "Verhandeln ist in Ordnung. Die Frage ist: Wer verhandelt mit wem und worüber. "Es sei nicht vernünftig, die Ukraine zu zwingen, den Raubüberfall, den Putin begangen habe, zu sanktionieren und zu akzeptieren, und dass ein Teil des ukrainischen Territoriums einfach zu Russland wird, betonte Bundeskanzler Scholz.