Peinlich! Ein hochrangiger Mitarbeiter des Generalstabs der russischen Streitkräfte hat einen Bericht veröffentlicht, der eine Vielzahl von Problemen bei der Mobilmachung aufzeigt und die Bildung neuer Divisionen ankündigt. Allerdings war das Dokument offenbar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt und wurde sofort gelöscht.
Die unabhängige russische Zeitung "The Insider" hat die Informationen gesichert und dokumentiert, welche Probleme vom russischen Generalstab angesprochen wurden. Laut dem offiziellen Bericht hat die russische Armee Schwierigkeiten aufgrund der "mangelnden Bereitschaft eines Teils der Gesellschaft, den militärischen Pflichten nachzukommen". Diese Unwilligkeit wird auf den "Informationsdruck" zurückgeführt, der von Internet-Bloggern ausgeht. Zahlreiche russische Oppositionsaktivisten rufen Bürger dazu auf, sich gegen die Mobilmachung zu wehren. Während pro-kremlische Aktivisten zwar kriegsbegeistert sind, schweigen sie nicht mehr über die Rückschläge der russischen Armee. Beides scheint Auswirkungen auf die Kampfbereitschaft der russischen Bevölkerung zu haben. Um dem entgegenzuwirken, plant Moskau, den Druck auf die Bürger im Jahr 2024 deutlich zu erhöhen und Razzien bei Wehrpflichtigen durchzuführen. Das Kriegsministerium von Putin hat das Ziel, keinen russischen Mann im wehrpflichtigen Alter der Armee entkommen zu lassen. Laut dem offiziellen Bericht wurde eine Datenbank mit 2,9 Millionen Männern im wehrpflichtigen Alter erstellt.