Nicht wirklich. Es gibt Filme innerhalb der "Tatort"-Reihe, die gefallen einem. Und es gibt Krimis, die mag man weniger. In den allermeisten Fällen haben sie aber eines gemein: Sie sind handwerklich gut gemacht und zielen auf eine bestimmte Zielgruppe ab. In diesem "Tatort" stimmt aber - wenn überhaupt - nur die Hälfte: Der eigentliche Fall ist zwar spannend, intensiv und berührend - auch wenn er nur schwerfällig ins Rollen kommt. Auf der anderen Seite wirken die eigentlichen Ermittler und Protagonisten völlig deplatziert und muten bisweilen seltsam an.
Vor allem das merkwürdige und steife Einbauen der alemannischen Fasnet inklusive gekünstelt wirkender Faschingspartys mit betrunkenen und kopulierenden Kommissaren verstört völlig. Der größte und fast schon einzige Lichtblick: Darja Mahotkin (28) in der Rolle der kaputten Krankenschwester und Ex-Prostituierten Romy Schindler, die ihre Kollegen komplett an die Wand spielt. Sobald die Kommissare ins Bild kommen, wird sich aber jedes Mal ein Kopfschütteln an allen Ecken und Enden breit machen.