Die Stewardess beteuert ihre Unschuld und behauptet, weder Drogen noch Alkohol konsumiert zu haben. Laut Corriere del Veneto habe sie ein Dokument auf Arabisch unterschrieben, dessen Inhalt sie nicht verstand. Die Mutter der Flugbegleiterin bezeichnete die Festnahme als Fehler. Sie betonte, dass ihre Tochter niemals Drogen genommen habe und der Joint sicherlich nicht ihr gehörte. Sie sei sich der sehr strengen Gesetze in Saudi-Arabien sehr wohl bewusst. Laut dem Bericht von Rai hat die Stewardess keine Vorstrafen, weder in Italien noch im Ausland. Das italienische Außenministerium verhandelt derzeit angeblich mit den Behörden in Saudi-Arabien über die Freilassung der Stewardess.
Die Zahl der vollstreckten Todesstrafen erreichte laut Amnesty International einen Höchststand. Im Jahr 2022 wurden weltweit offiziell 883 Hinrichtungen gemeldet, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich noch höher liegt. In Saudi-Arabien stieg die Zahl auf 196 im Jahr 2022 an, verglichen mit 65 im Jahr 2021. Im März des vergangenen Jahres ließ die absolute Monarchie an einem einzigen Tag 81 Menschen hinrichten, was als größte Massenhinrichtung in der jüngeren Geschichte Saudi-Arabiens angesehen wurde. Laut Informationen des Wir hat Saudi-Arabien im Jahr 2018 in einer umfangreichen Reform die Todesstrafe für Drogendelikte abgeschafft. Dennoch warnt das Auswärtige Amt auch im Jahr 2023: "Drogen- und Alkoholbesitz sind strafbar, und für Drogendelikte kann die Todesstrafe verhängt werden".