Der Vorteil des auf einem Lastwagen basierenden HIMARS ist seine hohe Mobilität. Allerdings ist seine Kapazität begrenzt: Es können nur sechs M31A1-Raketen transportiert werden, während auf den gepanzerten Kettenfahrzeugen des Typs M270 zwölf Raketen Platz haben. Im Vergleich dazu soll Euro-PULS eine erhöhte Kapazität bieten, während die Vorteile eines LKW-basierten Systems beibehalten werden. Mit der Beschaffung eines Mars-II-Nachfolgers wird die Bundeswehr über einen Bestand von 80 Raketenartilleriesystemen verfügen, so Faber. Derzeit sind es weniger als die Hälfte, da die Bundeswehr fünf ihrer M270-Systeme (in der neuesten Version Mars II) an die Ukraine abgegeben hat. Für Euro-PULS spricht auch, dass es auf dem Markt verfügbar ist und sich in Israel seit Jahren bewährt hat. Zudem haben sichauch bereits weitere europäische Partner für das System entschieden: Vor zwei Wochen kündigte das niederländische Verteidigungsministerium den Kauf von 20 Systemen zum Preis von knapp 280 Millionen Euro an. Auch Dänemark plant die Beschaffung des "Precise and Universal Launching System".