Katrin Müller-Hohenstein: So ist Jogi Löw abseits des Rasens

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Katrin Müller-Hohenstein: So ist Jogi Löw abseits des Rasens

Stars (1 / 1) 21.02.2021 00:33 / Angela Symbolbild imago images/ActionPicturesBenevento


Die Sportmoderatorin im Interview

Erst Radiojournalistin, dann Fernsehmoderatorin, nun Herausgeberin: Katrin Müller-Hohenstein (54) hat bereits einige berufliche Stationen hinter sich. Für ihr neues Buch "Viel Erfolg! Wie wir wurden, was wir sind" (Benevento) befragte sie gemeinsam mit TV-Produzent Jan Westphal (51) unter anderem Oliver Pocher (42), Verona Pooth (51) und Frauke Ludowig (56) zu deren Werdegängen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news plauderte sie selbst aus dem Nähkästchen - über Jogi Löw (60), ihre Zukunft bei "das aktuelle sportstudio" und das WM-Finale 2014 in Rio.

Jogi Löw hat gerade seinen 60. Geburtstag gefeiert. Auch ihn haben Sie für Ihr Buch befragt. Was ist das Spannendste an seiner Person?

Katrin Müller-Hohenstein: Dass er auf eine Art und Weise bodenständig ist. Das ist herausragend bei dem Wahnsinn, der um diesen Menschen tobt. Er ist so entspannt und so freundlich. Ich habe ihn noch nie schlecht gelaunt erlebt. Wichtig ist ja immer, wie die Menschen sind, wenn die Kamera aus ist. Er ist super sympathisch.

Wie gehen Sie selbst mit Gerüchten um Ihr Privatleben um?

Müller-Hohenstein: Es sind ja gar keine Gerüchte. Das sind ganz bewusst gesetzte Spitzen, damit über irgendetwas geschrieben werden kann. Diese Sache mit Herrn Löw war so, dass mich der Typ gefragt hat, warum mir ein Verhältnis mit Jogi Löw nachgesagt wird. Ich erklärte: "Kein Mensch sagt mir ein Verhältnis mit Jogi Löw nach." Daraus wird: "Frau Müller-Hohenstein dementiert ein Verhältnis mit Jogi Löw." Natürlich ist das in höchstem Maße unseriös. Ich hatte schon ein Verhältnis mit Herrn Klopp, mit Herrn Kerner, mit Herrn Kahn, jetzt mit Herrn Löw. Ernsthaft? Jogi Löw ist ein super Typ, das ist gar keine Frage, aber er ist der Bundestrainer. Ich bin eine Moderatorin.

"Ich erinnere mich noch, als ich das erste Mal Mick Jagger gegenüberstand, habe ich mir fast in die Hose gemacht vor Aufregung", sagt Frauke Ludowig im Buch. Hatten Sie ein ähnliches Erlebnis in Ihrer Karriere?

Müller-Hohenstein: Nein. Oft liegt es daran, dass ich weiß, wen ich treffe. Wenn ich diesen Menschen bis dahin toll fand, dann bete ich immer zu Gott "Lass den bitte auch nett sein", damit nicht irgendein Bild zerstört wird. Ich bin noch nie enttäuscht worden. Es gibt zwei absolute Superstars, die ich getroffen habe und die sich als die nettesten Menschen auf diesem Planeten herausgestellt haben: Roger Federer und Dirk Nowitzki. Am Ende des Tages sind wir alle Menschen.

Haben Sie jemals einen Prominenten anders eingeschätzt, bevor Sie ihn persönlich kennenlernten?

Müller-Hohenstein: Das war nie der Fall. Ich habe mir schon hinterher manchmal gedacht "Was für ein Arsch", aber das wusste ich dann vorher schon.

Wie war es bei Cristiano Ronaldo?

Müller-Hohenstein: Cristiano Ronaldo ist unbestritten ein herausragender Sportler. Sein Gebaren auf dem Platz ist hin und wieder vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber Cristiano Ronaldo ist ein unglaublich sozialer Mensch. Und damit kann man mich kriegen. Wenn sich jemand um andere kümmert, dann finde ich das toll.

Verona Pooth kommt im Buch ebenfalls zu Wort. Sie hat eine lange Karriere hinter sich - was bewundern Sie an ihr besonders?