Überhaupt spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle, denn die Uhr tickt - und das ständig. Zwischen Frühstück und dem Weg zur Arbeit haben wir meist schon mehr Zeit am Smartphone und auf Instagram verbracht, als mit unserem Partner geredet. Außerdem muss ja noch das Kaffee-Date mit der besten Freundin und der After-Work-Yoga-Kurs unter einen Hut gebracht werden, denn verzichten wollen wir auf keines von beiden. Dieses Phänomen nennt man FOMO (Fear of Missing Out), also die Angst, etwas zu verpassen. JOMO soll dagegen helfen.
"Joy of Missing Out" soll die Angst vor dem Versäumen nehmen. Das Prinzip JOMO ist denkbar einfach: mehr Zeit für sich und öfter nein sagen! Für viele Menschen ist ein Tag ohne Smartphone, Instagram, Twitter und Facebook undenkbar. Und doch ist eben jener ständige Kontakt zur digitalen Welt das, was uns Zeit, Energie und vor allem Nerven raubt, auch, wenn wir es nicht merken. Die meist unbewusste Angst, man könnte etwas Wichtiges versäumen, hindert uns daran, mit uns selbst in Einklang zu kommen.
Tausche Zweisamkeit gegen EinsamkeitApropos Einklang mit sich selbst. Das "Ich" in einer Liebesbeziehung kommt oft zu kurz, schließlich steht die "traute Zweisamkeit" über allem, oder nicht? Oft genug werden 110 Prozent in die Beziehung und in den Partner investiert. Schließlich gibt niemand gerne auf. Am Ende helfen alle Paartherapien, Sitzungen und Gespräche aber vielleicht doch nicht. Dann ist ein sauberer Cut das Beste, was wir tun können. Das Ende der Fahnenstange ist doch irgendwann erreicht, streichen wir die Segel und tun es guten Gewissens.