Das Ende der Fahnenstange ist erreicht! Völliger Quatsch, hier geht's bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter, wie Buzz Lightyear ("Toy Story") schon in den 90ern prophezeite. Aufhören kommt für die Menschen im 21. Jahrhundert so gar nicht in Frage. Manch einer steht kurz vor dem Burnout, prescht aber mit unverminderter Geschwindigkeit voran. Denn wer nicht 110 Prozent gibt und diese auch erreicht, hat etwas falsch gemacht - und das nicht nur in der Arbeitswelt. Aber es geht auch anders.
"Du musst an deiner Einstellung arbeiten"Oft heißt es: "Du musst an deiner Einstellung arbeiten", gemeint ist meistens: "Du machst zu wenig, tu mehr!" Dabei liegt es oft gar nicht an der Einstellung. Schließlich weiß man ja, wie der Hase läuft: schnell und viel. Ein Acht-Stunden-Tag ist bei dem Gros der Arbeitnehmer eher die Ausnahme. So zeigt eine Befragung durch den globalen Personaldienstleister ADP, dass unbezahlte Überstunden die Regel sind. Rund 71 Prozent der Befragten hierzulande gaben an, davon betroffen zu sein.
Ein Grund mag die quasi ständige Erreichbarkeit sein. Dank Breitbandanschluss, Smartphone und Laptop können wir eigentlich von überall auf den Unternehmensserver zugreifen, Arbeitstelefonate entgegennehmen oder E-Mails checken. Der Begriff Beschäftigte erreicht dadurch eine neue Dimension. Wir sind dauerbeschäftigt und merken es oft nicht einmal, der Hase wird zum Hamster im Laufrad.
JOMO statt FOMO