Dokumente aus dem Fall zeigen, dass Schröder nach dem Beginn des Einmarsches die Beziehungen zum Kreml nicht abbrach und weiter Positionen in staatlichen russischen Energieunternehmen innehatte. Bis sich das EU-Parlament in einer Resolution für Sanktionen gegen Schröder ausgesprochen hatte, wollte er trotz des Krieges an seinen Posten festhalten. Am 20. Mai 2022 trat Schröder aus dem Verwaltungsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft zurück. Erst am Donnerstag hatte CDU-Innenexperte Stefan Heck (40) gefordert, Schröder solle den "Bundeskanzler a.D.“-Titel verlieren. Grund: Schröder soll zusammen mit weiteren Politikern auf einer skandalösen Party in der russischen Botschaft den "Tag des Sieges“ gefeiert haben.