Die EVG bezeichnete die Konditionen der Bahn als "Scheinangebot". EVG-Verhandlungsführer Kristian Loroch sagte: "Es ist beschämend, dass ein sich im Bundesbesitz befindliches Unternehmen die gesetzlichen Vorgaben zum Mindestlohn weiterhin nur mit Tricksereien erfüllen und die Öffentlichkeit darüber auch noch täuschen will." Zuvor waren die Verhandelungen am späten Donnerstagabend ergebnislos abgebrochen. Die Bahn argumentiert, dass sie sonst bei Sicherheits- oder Reinigungspersonal weit mehr als die branchenüblichen Löhne zahle. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler betonte, dass die Forderung der Gewerkschaft eins zu eins erfüllt worden sei und fragte: "Was sollen wir als Arbeitgeber denn noch machen?"