Ein Angriff darauf ist daher nicht zwingend ein kriegerischer Akt. Bei Unterwassermaßnahmen ist es zudem wesentlich einfacher, eine Sabotage zu leugnen. Bis heute ist nicht geklärt, wer für die Manipulation an den Nord Stream-Pipelines verantwortlich ist - Satelliten können schließlich nicht unter die Wasseroberfläche schauen. Deutschland und Norwegen fordern von der NATO, dass die Allianz auch kritische Unterwasserinfrastruktur im Atlantik und im Mittelmeer schützen soll. "Durch die Straße von Gibraltar verlaufen beispielsweise viele Unterseekabelstränge, die strategisch relevant sind", erklärte Wiermann gegenüber der Presse. Diese Kabel seien immens wichtig für den weltweiten Datenverkehr. Sollte Russland in einen aktiven Konflikt mit der NATO geraten, könnte es Europa durch einen Eingriff den Großteil des Datenverkehrs mit den USA abschneiden.