Eine Recherche der nordischen Rundfunksender zeigt, dass ein russisches Militärprogramm darauf abzielt, die Positionen von Offshore-Windparks, Gasleitungen sowie Strom- und Internetkabeln rund um Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland aufzuzeichnen. Es wurden insgesamt 50 Schiffe identifiziert, die in den vergangenen zehn Jahren verdächtige Fahrten unternommen hatten, darunter Forschungs- und Frachtschiffe, Fischereiboote und Jachten. Geheimdienste und Experten gehen davon aus, dass Sabotageakte vorbereitet werden sollen, um etwa die Stromversorgung in Nordeuropa lahmzulegen.
Norwegen ist der größte Energielieferant in Europa und spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherheit der Region. Das Land ist "Augen und Ohren der Nato im Norden". Ministerpräsident Støre betont die Bedrohung durch die russischen Nachrichtendienste und betont, dass die Zusammenarbeit mit Partnern und Verbündeten der Schlüssel zur Bewältigung dieser Gefahren sei. Gleichzeitig müsse Norwegen im Geiste der Nachbarschaftsbeziehungen die Balance zwischen der Sicherheit seiner kritischen Infrastruktur und dem wichtigen Prinzip der freien Durchfahrt wahren. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verspricht, Ergebnisse beim nächsten Nato-Gipfel zu präsentieren.