Mit "To All the Boys: P.S. I Still Love You" ist den Machern eine solide Fortsetzung gelungen. Der Charme des ersten Teils konnte aufrecht gehalten werden. Wie bereits der Vorgänger lebt das Sequel von der Chemie zwischen Lana Condor und Noah Centino. Ihnen sind die Rollen von Lara Jean und Peter wie auf den Leib geschrieben und man fiebert für ihre Beziehung und ihre junge Liebe mit. Auch Cast-Neuling Jordan Fisher fügt sich nahtlos ein, so dass man als Zuschauer das Gefühlschaos, das seine Figur John Ambrose bei Lara Jean auslöst, durchaus nachvollziehen kann. Zuweilen wirkt er allerdings zu perfekt.
Fans der Buchreihe müssen sich aber darauf einstellen, dass am Plot einiges angepasst und abgeändert wurde. Die Story ist weiter weg von der Vorlage als beim ersten Teil und deutlich komprimiert. Die im Buch unerwartete, neue Vertraute von Lara Jean, die ältere Dame Stormy (Holland Taylor, 77), kommt kaum zum Zug - was durchaus schade ist. Zudem gibt es nur wenige Szenen, in denen Lara Jean mit ihrer jüngeren Schwester Kitty (Anna Cathcart, 16), Papa Dan Covey (John Corbett, 58) oder ihrer besten Freundin Chris (Madeleine Arthur, 22) interagiert. Das fehlt, denn die Chemie mit diesen Figuren hat in Teil eins für das gewisse Etwas gesorgt.
Dieses gewisse Etwas, der Zauber, fehlt dem Sequel zu "To All the Boys I've Loved Before". An Teil eins kommt die Fortsetzung einfach nicht heran. "P.S. I Still Love You" ist eine nette Teenie-Romanze, wie es sie schon viele gab. Einen ähnlichen Hype wie der Vorgänger dürfte Teil zwei aber kaum auslösen, das wäre auch nicht gerechtfertigt. Dennoch können sich Fans der Reihe freuen: Ein dritter Teil ist bereits abgedreht. Die Buchvorlage heißt "Always and Forever, Lara Jean". Ein Veröffentlichungsdatum steht aber noch nicht fest.