"Big Brother": Rückblick auf 20 Jahre TV-Container

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"Big Brother": Rückblick auf 20 Jahre TV-Container

Stars (1 / 1) 11.02.2021 00:33 / Silia Symbolbild imago images / Horst Galuschka


Zum Start der neuen Staffel

Der Sender Sat.1 bringt nach fünf Jahren Abstinenz die Show "Big Brother" zurück ins TV (Montag, 10. Februar 2020 um 20:15 Uhr). Das Format, bei dem sich Teilnehmer freiwillig in ein Fernsehstudio sperren lassen und um eine Siegprämie kämpfen, startete in Deutschland bereits im Jahr 2000. Ein Rückblick auf die Show, die TV-Geschichte schrieb und regelmäßig für Gesprächsstoff sorgte.

Konzept bleibt Konzept

Die Idee des Formats stammt von der Produktionsfirma Endemol Entertainment, die die Show im Jahr 1999 zum ersten Mal in den Niederlanden präsentierte. Eine Gruppe von Kandidaten verbringt mehrere Monate in einem Fernsehstudio, das als Wohnung ausgestattet ist. In dem "Container" werden sie rund um die Uhr von Kameras bewacht, den Tagesablauf bestimmt die Produktionsfirma, die durch die "Big Brother"-Stimme zu den Teilnehmern spricht. Durch Wettbewerbe und Spiele wird der Alltag, in dem jegliche Privatsphäre unter dem Motto "Big Brother is watching you" fehlt, aufgelockert. In einer dazugehörigen TV-Sendung werden die Geschehnisse im Haus live gezeigt oder durch Highlights zusammengefasst.

Die Bewohner nominieren regelmäßig Mitstreiter, die das Haus verlassen sollen, die Zuschauer stimmen dann über deren Schicksal ab. Der Kandidat, der als letzter den Container verlässt, erhält eine Siegprämie. Das Format wurde in rund 70 Ländern adaptiert, das Grundprinzip der Dauerüberwachung blieb stets erhalten. Die erste deutsche Version von "Big Brother" lief von Februar bis Juni 2000. 13 Bewohner harrten hinter verschlossenen Türen aus. Am Ende verbrachte Sieger John Milz (46) 102 Tage im Haus. Bis 2011 folgte jedes Jahr eine weitere Staffel.

Nach vier Jahren Pause kehrte der TV-Container im Herbst 2015 auf den Bildschirm zurück, dieses Mal beim Sender sixx. Mit 92 Tagen ist es die bis dato kürzeste Staffel des Formats. Den umgekehrten Rekord hält bis heute die fünfte Staffel, in der Sieger Sascha Sirtl für eine Million Euro 365 Tage im Container wohnte. Das war Weltrekord für die längste ununterbrochene Fernsehsendung. Trotz des großen Zuschauererfolgs insbesondere in den ersten Staffeln geriet die Show des Öfteren in die Kritik. Sie galt durch die Dauerüberwachung, das Zusammenleben auf engstem Raum und den massiven Eingriff in das Privatleben der Bewohner als Tabubruch.

Der Container und seine Verwandlungen

Um dem Zuschauerauge nicht nur durch neue Kandidaten eine Abwechslung zu bieten, wurde das Aussehen und die Bereiche des Wohncontainers regelmäßig angepasst. In Staffel eins, zwei und drei bezogen die Bewohner eine 153 m² Wohnfläche mit Garten auf dem Gelände eines Kölner Studios. In Staffel vier wurden die Bewohner erstmals in Teams aufgeteilt, statt des alten Containers gab es ein Haus mit einem luxuriösen und einem kargen Bereich. Je nach ihrem sozialen Status wurden die Bewohner in Staffel fünf auf die drei Wohnbereiche "Reich", "Normal" und "Survivor" eingeteilt. Staffel sechs wurde in einem Dorf ähnelnden Container samt Bauernhof und Kfz-Werkstatt abgehalten.