Deutschland schickt Spezialeinheiten in den Sudan! Fallschirmjäger sollen Deutsche evakuieren!

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Deutschland schickt Spezialeinheiten in den Sudan! Fallschirmjäger sollen Deutsche evakuieren!

News (2 / 1) 23.04.2023 13:22 / Olga


Auf einer Ausfallstraße aus Khartum waren derweil am Sonntag Konvois von Autos und Bussen der Vereinten Nationen auf dem Weg zur 850 Kilometer östlich gelegenen Hafenstadt Port Sudan zu sehen.

Die italienische Regierung plante nach eigenen Angaben ebenfalls eine Evakuierung. Laut einer an in Khartum lebende Italiener verschickten Nachricht sollte sie am Sonntag stattfinden. Das türkische Außenministerium erklärte, türkische Staatsbürger sollten auf dem Landweg über einen Drittstaat in Sicherheit gebracht werden. 

Saudi-Arabien hatte bereits am Samstag mehr als 150 Menschen per Schiff aus dem Sudan in Sicherheit gebracht, darunter 66 Angehörige anderer Nationen. Zuvor hatte die RSF-Miliz angekündigt, mit Auslandsvertretungen zusammenzuarbeiten, um Ausländern eine "sichere Rückkehr in ihre Länder" zu ermöglichen.

In der Hauptstadt Khartum gingen die Kämpfe am Sonntag weiter. Laut Zeugenberichten waren Gewehrfeuer und Explosionen zu hören, Militärflugzeuge überflogen die Stadt.

Generäle wollen die Macht

Im Sudan liefern sich Einheiten der Armee und der paramilitärischen RSF seit mehr als einer Woche erbitterte Kämpfe. Zuvor war eine Einigung zur Eingliederung der RSF-Miliz in die Streitkräfte gescheitert. Bei den Gefechten wurden bereits mehr als 420 Menschen getötet und mehr als 3700 weitere verletzt. Mehrere vereinbarte Waffenruhen wurden bereits gebrochen.

Der sudanesische Wissenschaftler Hamid Khalafallah warnte derweil vor den Folgen eines Abzugs ausländischer Diplomaten aus dem Land, die als mögliche Vermittler gebraucht würden. "Internationale Vertreter werden weniger Einfluss haben, wenn sie das Land einmal verlassen haben", erklärte er. An die internationale Gemeinschaft gerichtet schrieb er: "Tut alles was ihr könnt, um das Land sicher zu verlassen, aber lasst das sudanesische Volk nicht ungeschützt zurück."