Auch viele Abnehmwillige setzen neuerdings auf Fermentiertes. Die hohe Anzahl an probiotischen Bakterien soll bei der Verdrängung von Darmbakterien helfen und den Appetit zügeln. Der Grund: Einige dieser sogenannten Mikroorganismen im Darm ernähren sich primär von Zucker. Ist deren Anzahl erhöht, wird der Zucker schneller verbraucht. Dem Körper wird signalisiert, dass er Nachschub benötigt und was folgt sind in der Regel Heißhungerattacken auf Süßes.
Gemüse fermentieren - so geht'sZwar wird Fermentiertes in vielen Biomärkten mittlerweile in allen erdenklichen Geschmacksvariationen angeboten. Mit etwas Geduld lässt es sich aber auch in der heimischen Küche selbst herstellen. Dafür geeignet sind sämtliche Kohlsorten, Karotten, Rettich, Radieschen, Rote Bete, Sellerie oder grüne Bohnen. Alles, was man neben dem einzulegenden Gemüse dafür braucht, ist ein verschließbares Einmachglas, Salz und Pfeffer sowie Gewürze wie etwa Kümmel, Koriander, Senf- oder Fenchelsamen.
Als erstes wird das Gemüse in feine Stücke oder Streifen geschnitten und je nach Belieben gewürzt. Danach füllt man es in das leere Gefäß und gibt das Salz hinzu (pro Glas etwa einen Esslöffel). Anschließend heißt es rühren, stampfen und peu à peu kleine Mengen Wasser hinzugeben, bis eine erste Salzlake entstanden ist. Das Glas dann so weit mit Wasser auffüllen, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist.
Deckel drauf, gut verschließen und bei Raumtemperatur für mindestens eine Woche lagern. Ein Tipp: Je länger das Fermentierte zieht, desto geschmacksintensiver wird es. Ein wenig mehr Geduld zahlt sich also aus!