Mit besonderer Aufmerksamkeit werden die Vorfälle in Italien auch in Bayern beobachtet. Denn in den letzten Jahren waren bereits mehrfach Bären aus der Population im Trentin über die Alpen nach Bayern gekommen. Im Jahr 2022 hatte eines der Tiere auf der sogenannten Bäralpe in Mittenwald für Aufsehen gesorgt. Dort hatten Wildtierameras ein Foto von einem der Tiere gemacht. Just zu diesem Augenblick hatte auf dem ganz in der Nähe befindlichen Schloss Elmau gerade das Gipfeltreffen der G7-Staatschefs stattgefunden. Damals soll der Bär mehrere Schafe gerissen haben. Da im Trentin mittlerweile mehr als 100 Bären angesiedelt sind, befürchten die Menschen in Bayern, das einige der Bären sich dauerhaft in bayerischen Wäldern ansiedeln könnten. Seit dem Dienstag suchen 40 Forstbeamte nun nach der Killerbärin im Val di Sole, wo der tödlicher Angriff am vergangenen Mittwoch stattgefunden hatte. Am Mittwoch war in einer der Gemeinden des Tals das Opfer des Angriffs beigesetzt worden.