Angesichts der hohen Verluste auf dem Schlachtfeld in der Ukraine ist Russland auf Freiwillige angewiesen, um diese Verluste auszugleichen. Doch offenbar hält sich die Lust der jungen russischen Männer in Grenzen, ihr Leben für den Despot im Kreml aufs Spiel zu setzen. Deshalb hatten viele Männer versucht, den Wehrdienst zu umgehen. Dies ist nun jedoch fast unmöglich geworden.
Mittlerweile wurde von Putin nämlich eine neue Gesetzesänderung durchgesetzt, die wegen des eklatanten Personalmangels bei der russischen Armee notwendig wurde. Mit dem neuen Gesetzesentwurf wurden nämlich nun ein einheitliches Wehrpflichtenregister geschaffen und die elektronischen Einberufungsbescheide eingeführt. Die Bescheide zur Einberufung müssen jetzt nicht mehr persönlich übergeben werden, sondern können deutlich einfacher per Email zugestellt werden. Sie werden damit einem Einschreiben gleichgesetzt. Ab sofort gilt die Vorladung zur Musterung als zugestellt, wenn sie im Email-Fach der betreffenden Personen angekommen ist. Was auf den ersten Blick wie ein Fortschritt in Sachen Digitalisierung aussieht, dient in Wahrheit allerdings einem ganz anderen Zweck. Es soll nämlich vermeiden, dass wehrpflichtige Männer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren sich um den Wehrdienst drücken können. Bislang musste die Einberufung nämlich von der Person unterschrieben werden, was viele junge Männer einfach dadurch umgingen, dass sie sich nicht unter ihrer Meldeadresse aufgehalten hatten. Zukünftig wird dies nicht mehr möglich sein.